Die Deutschordensschwestern

Die Schwestern von Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem
(Deutschordensschwestern)
Deutschordensschwestern

Die Deutschordensschwestern sind eine Kongregation päpstlichen Rechtes, die dem "Orden der Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem" inkorporiert ist. Die Generalleitung liegt beim Hochmeister des Deutschen Ordens mit seinem Rat.

Die Deutschordensschwestern sind ein Institut des gottgeweihten Lebens. Im Vertrauen auf die Führung des Hl. Geistes geben sie sich in besonders enger Nachfolge Christi gänzlich Gott hin zu seiner Verherrlichung sowie zur Auferbauung der Kirche und zum Heil der Welt. Durch die öffentliche Profeß der evangelischen Räte der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams in besonderer Weise mit der Kirche und deren Heilswerk verbunden, sind sie bestrebt, im Dienst am Reich Gottes zur vollkommenen Liebe zu gelangen.

Geprägt vom Kreuz des Erlösers, das auch das Kennzeichen des Ordens ist, stellt sich die Schwesterngemeinschaft von ihrem Ursprung her ganz unter den Schutz der Gottesmutter Maria. Die Hl. Elisabeth von Thüringen bleibt ihr leuchtendes Vorbild selbstlosen Dienstes an der hilfsbedürftigen Menschen um Christi willen.

Kloster Lanegg in Lana-Südtirol, das Mutterhaus der Schwestern

Durch Hochmeister Erzherzog Maximilian von Österreich-Este und dem im Rufe der Heiligkeit gestorbenen Deutschordens-priester P. Peter Rigler 1841 im Ansitz Lanegg, dem jetzigen Mutterhaus der Deutschordensschwestern wieder ins Leben gerufen, widmen sie sich im Geist des Ordens der Krankenpflege und Armenbetreuung, sowie der Erziehung und der Bildung der Mädchen; außerdem erflehen sie durch ihr Gebet den Segen Gottes für die Ordensbrüder.

Auf dieser Tradition aufbauend liegt das Wirkungsfeld der Schwestern auch heute im Rahmen des Deutschen Ordens. In der Treue zum Vermächtnis des Stifters stellen die Schwestern ihre Kräfte überall dort zur Verfügung, wo Menschen in leiblicher oder seelischer Not sind und ihrer Hilfe bedürfen: Vor allem in der Krankenpflege, in der Armen- und Altenbetreuung und in der Erziehung der Jugend. Sie unterstützen die Ordensbrüder in den Jugendheimen, im Religionsunterricht, in der Erwachsenenbildung und in anderen seelsorglichen Aufgaben. Das Zusammenwirken von Brüdern und Schwestern des Deutschen Ordens findet im fürbittenden Gebet einen besonderen Ausdruck.

(Nach: 1. Kapitel Lebensregeln der Schwestern)

Niederlassungen der Schwestern finden sich heute in den 5 europäischen Ordensprovinzen: Österreich, Italien-Südtirol, Deutschland, Slowenien und Tschechien-Slowakei.


 
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