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Homepage
des Collegium Marianum in Bozen
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Die
Landkommende Weggenstein
Die Landkommende Weggenstein zu Bozen Bereits 12 Jahre nach der Gründung des Ordens der "Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem" (kurz: Deutscher Orden) im Hl. Land (1190), bezogen die Brüder in Bozen ein Hospital mit angegliederter St. Johannes Bapt. Kirche, das ihnen vom Ehepaar Girold und Mechthild geschenkt wurde. Am 9. April 1202 übertrug Bischof Konrad von Trient dem "Herrn Konrad, Bruder des in der Stadt Akkon gegründeten Hospitals St. Mariens der Deutschen" das gestiftete Hospiz mit der dazugehörigen Johanneskirche an der Eisackbrücke am Fuß des Virgl "zur Ehre Gottes und des Hl. Johannes, des Evangelisten, sowie der Bruderschaft des genannten Hospitals der Deutschen und zur Pflege der Armen". Seit 1202 ist somit die Ordensgemeinschaft ohne Unterbrechung in Bozen und Tirol tätig.
Die ständige Überflutungsgefahr des Eisack und andere Schicksalsschläge veranlaßten die Ordensbrüder jedoch, im Jahre 1392 ihren Sitz zu verlegen und den Ansitz Weggenstein zu kaufen. Dies geschah unter Landkomtur Walrab von Scharffenberg (1399-1408), der aus dem alten Ansitz die Keimzelle des Ordens als Landkommende für Tirol entstehen ließ. Dem nunmehr "Schloß Weggenstein" wurde um das Jahr 1400 die Kommendekirche St. Georg angegliedert und im Jahre 1508 errichte Landkomtur Heinrich von Knöringen den weithin sichtbaren Turm im Norden des Gesamtkomplexes. Damit wurde die Anlage zu einem unverwechselbaren Wahrzeichen der Stadt Bozen.
An die Ursprungstradition anknüpfend, nach der eine Kirche und ein Hospital immer zu einer Kommende eines geistlichen Ritterordens gehören sollten, ließ der karitativ gesinnte und baufreudige Landkomtur Johann von Kagenegg (1709-1743) im Jahre 1721 ein Pfründnerhaus für notleidende Männer zu deren unentgeltlichen Pflege und Fürsorge errichten. Derselbe Landkomtur baute in den Jahren 1712 bis 1715 den 1. Stock der Landkommende Schloß Weggenstein aus; an diesen Eingriff erinnern noch heute die prachtvollen stuckdekorierten Repräsentationssäle und vor allem der reichverzierte Kapitelsaal. Unter Landkomtur Rudolf von Dorth (1892-1909) kam es zu einer neuerlichen Neugestaltung des Schlosses. Es wurden größtenteils Wohnungen geschaffen, die barocken Öfen entfernt, die Säle unterteilt und die Stuckdecken verdeckt. Der zweite Weltkrieg verschonte auch Schloß Weggenstein nicht vor der Zerstörung. 1944 beschädigten Fliegerbomben die Kirche, das zu einem Juvenat umgebaute Pfründnerhaus, den Nordtrakt der Kommende und den Knörringerturm. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten anläßlich des 800 Jahr Jubiläums des Deutschen Ordens wurde versucht, die ursprüngliche barocke Form des Schlosses in seiner Gesamtheit wiederherzustellen. Der Turm wurde wieder errichtet und in seiner Spitze eine Kapelle unter dem Patrozinium "Unsere Liebe Frau vom Deutschen Haus in Jerusalem" im Jahre 1991 von Diözesanbischof Wilhelm Egger OFMCap. konsekriert. Diese Kapelle hat der Klausner Künstler Heiner Gschwendt mit Fresken zur Heilsgeschichte ausgestattet. |
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